Segelflugschein, Reisemotorsegler, LAPL oder PPL — von außen klingt das nach Buchstabensuppe.
Von innen ist es eine einfache Frage: Was für ein Fliegen suchst du? Drei Antworten reichen
für eine ehrliche Empfehlung.
Frage 1von höchstens 3
Wie alt bist du?
Das Alter entscheidet nur, womit du anfängst — nicht, ob.
Welches Fliegen suchst du?
Wie weit soll es gehen?
Wie fängst du am liebsten an?
Unsere EmpfehlungBald
Noch kurz Geduld — mit 13 geht es los
Die Segelflugausbildung beginnt bei uns in der Regel mit 13 Jahren. Bis dahin musst du aber nicht draußen bleiben: Komm zuschauen, schau dir einen Flugtag an, lern die Jugendgruppe kennen. Wer den Platz schon kennt, hat am ersten Ausbildungstag einen Vorsprung.
In deinem Alter ist der Segelflug der Einstieg, und ehrlich gesagt der beste: Nirgendwo lernst du sauberer fliegen. Mit 14 fliegst du das erste Mal allein, mit 16 hältst du die Lizenz in der Hand — und wenn dich später der Motorflug reizt, wird dir vieles davon angerechnet.
Der „Umweg“ über den Segelflug ist keiner — er ist die günstigste und gründlichste Flugschule, die es gibt.
Unsere EmpfehlungSPL
SPL — der Segelflugschein
Sport, Team, Thermik: Das ist der Segelflug, wie er bei uns jedes Wochenende stattfindet. Der SPL ist der europäische Segelflugschein, gilt unbefristet — und die Kosten sind bewusst einfach: pauschal 62 Euro im Monat, sämtliche Starts inklusive. Kein Startezählen.
Erst segeln, dann motorisiert — der Vereinsklassiker
Der bewährteste Weg bei uns: Du machst zuerst den Segelflugschein — günstigster Einstieg, beste Schule — und erweiterst ihn danach in wenigen Wochenenden auf den Reisemotorsegler. Wer dann noch weiter will, steigt mit Anrechnung in LAPL(A) oder PPL(A) um. So hältst du alles offen, ohne doppelt zu bezahlen.
Für genau dein Fliegen gemacht: einmotorige Flugzeuge bis zwei Tonnen, bis zu drei Mitflieger, gültig in ganz Europa. Mit mindestens 30 Stunden ist der Weg kürzer und planbarer als beim großen PPL — und wenn du später mehr willst, wird dir die Zeit angerechnet. Geschult wird auf unserer DR 400, komplett im Verein.
Die klassische Privatpilotenlizenz: weltweit gültig und die Grundlage für alles, was danach kommt — Nachtflug, Instrumentenflug, größere Muster, Schleppberechtigung. Mindestens 45 Stunden, geschult auf der DR 400, bei uns bis zur Prüfung.
Die Falke ist das gemütlichste Flugzeug am Platz: Ihr sitzt nebeneinander, der Motor lässt sich im Flug abstellen, und die Betriebskosten sind die niedrigsten im motorisierten Lager. Der TMG ist ein eigener Weg — oder die Erweiterung für alle, die aus dem Segelflug kommen.
Die ehrlichste Antwort auf „Ich weiß es noch nicht“ ist ein Tag am Platz. Im Segelflug geht das als Schnuppertag: ein Tag als Schnuppermitglied, versichert, mit so vielen Starts, wie der Tag hergibt. Oder gleich der Schnuppermonat: ein ganzer Monat Flugbetrieb, Osterlehrgang oder Fliegerlager eingeschlossen. Und wer wissen will, wie sich Motorfliegen anfühlt, fliegt eine Runde im Motorsegler mit. Danach weißt du mehr als nach jedem Ratgeber — diesem hier eingeschlossen.
Das hier ist eine Orientierung, keine Beratung. Die gibt es — kostenlos und unverbindlich —
bei der Ausbildungsleitung oder einfach am
Wochenende am Platz.
Die Kurzfassung
Sechs Faustregeln
Unter 16?
Segelflug ist der einzige Start — und der beste. In der Regel geht es ab 13 los.
So günstig wie möglich selbst fliegen?
SPL — pauschal 62 Euro im Monat, sämtliche Starts inklusive.
Reisen mit planbaren Kosten?
LAPL(A) — 30 Stunden Minimum, Europa, bis drei Mitflieger.
Keine Kompromisse, weltweit, später mehr?
PPL(A) — die Grundlage für Nachtflug, IFR und Schlepp.
Aus dem Segelflug motorisiert werden?
TMG-Erweiterung auf der Falke, wenige Wochenenden.
Gar nicht sicher?
Schnuppertag für 50 Euro — danach weißt du es.
Nebeneinander
Die vier Wege im Vergleich
Merkmal
SPL
TMG
LAPL(A)
PPL(A)
Ausbildung ab
i. d. R. 13 Jahre
16 Jahre
16 Jahre
16 Jahre
Lizenz ab
16 Jahre
17 Jahre
17 Jahre
17 Jahre
Praxis mindestens
15 h, 45 Starts
Erweiterung: wenige Wochenenden
30 h
45 h
Gilt für
Segelflugzeuge
Reisemotorsegler
Flugzeuge bis 2 t
einmotorige Flugzeuge
Raum
Europa
Europa
Europa
weltweit
Typisch für
Thermik, Strecke, Team
günstig reisen zu zweit
Wochenendtouren
alles offenhalten
Stunden- und Prüfungsanforderungen ändern sich mit der EASA-Regelung. Den aktuellen Stand nennt dir die Ausbildungsleitung — frag einfach nach. Ultraleichtflugzeuge laufen über den Luftsportgeräteführerschein und nicht über die EASA-Lizenzen; auch dazu beraten wir dich.