Reden wir über Lärm
Seit über 75 Jahren fliegen wir in der Römerwardt — und genauso lange sind wir Weseler. Dass man einen Flugplatz hört, lässt sich nicht wegdiskutieren. Was wir dagegen tun, wo unsere Grenzen liegen und wie du uns erreichst, steht hier. Ohne Ausflüchte.
Was wir konkret tun
Das meiste davon geben wir uns selbst — es steht in unserer Flugbetriebsordnung und gilt für jeden, der bei uns startet.
Mittagsruhe
Zwischen 13 und 15 Uhr reduzieren wir die Flugbewegungen auf ein Mindestmaß — und gestartet und gelandet wird in dieser Zeit möglichst nur in Richtungen, die von der Wohnbebauung wegführen.
Wesel und Flüren werden gemieden
Überflüge des Stadtgebiets und der Ortschaft Flüren sind außer beim An- und Abflug tabu. Das steht so in unserer Flugbetriebsordnung — öffentlich nachlesbar.
Wechselnde Abflugrouten
Wo der Betrieb es zulässt, verteilen wir die Abflüge auf unterschiedliche Routen. So trifft der Schall nicht immer dieselben Dächer.
Früh abdrehen
Wo es sicher möglich ist, drehen unsere Motorflugzeuge schon vor der Stadt aus dem Abflug ab. In der Schulung geht das nicht immer — Platzrunden müssen dort geflogen werden, wo sie hingehören.
Leise Flugzeuge
Alle unsere motorisierten Flugzeuge tragen ein erweitertes Lärmschutzzeugnis. Und der weitaus größte Teil unserer Starts läuft ohnehin an der Winde: kurz zu hören, nach wenigen Sekunden still.
Alle wissen Bescheid
Unsere Mitglieder und jeder Gastpilot werden auf die Lärmschutzregeln hingewiesen. Sie gelten für alle, die hier starten — nicht nur für die, die hier wohnen.
Konsequenz, wenn es nicht passt
Den kommerziellen Absetzbetrieb für Fallschirmspringer haben wir beendet — unter anderem, weil die Lautstärke der Absetzmaschine nicht zu diesem Platz und seiner Nachbarschaft passte.
Was wir nicht versprechen können
Sicherheit geht immer vor
Wenn Wetter, Verkehr oder ein besonderes Verfahren es verlangen, hat die Sicherheit Vorrang vor jeder Lärmschutzroute — und der Pilot hat das letzte Wort. Jede Abweichung von den leisen Wegen hat einen Grund.
Übung braucht Platzrunden
Wer landen lernt, muss Platzrunden fliegen — auch mehrere hintereinander. Wir legen sie so rücksichtsvoll wie möglich, aber ganz unhörbar wird Ausbildung nie sein.
Zwei laute Wochenenden im Jahr
An den Großen Flugtagen (alle zwei Jahre) und an den Rundflugtagen zu den PPP-Tagen ist bei uns deutlich mehr los als sonst. Wir kündigen beides an, bitten dafür um Nachsicht — und laden herzlich ein, einfach mitzufeiern.
Nicht jeder Flug über Wesel ist unserer
Über Wesel fliegt deutlich mehr als der LSF: Durchflüge fremder Maschinen, Hubschrauber, Verkehr anderer Plätze. Wir können nur für die Flüge sprechen, die bei uns starten oder landen — für die aber vollständig.
Deshalb: Wenn dich etwas gestört hat, schick uns Datum, Uhrzeit und die ungefähre Richtung. Unsere Starts können wir lückenlos nachvollziehen. Du bekommst eine ehrliche Antwort, ob es einer von uns war — und wenn ja, reden wir intern darüber.
Etwas war zu laut?
Schreib uns — die Nachricht landet beim Team, und es antwortet, wer sich gerade darum kümmert. Lieber ein kurzes Gespräch als ein langer Groll.
Oder am Wochenende direkt: 0281 23668
Was der Platz Wesel gibt
über 200 Mitglieder machen diesen Platz zu einem der aktivsten Luftsportvereine der Region — komplett ehrenamtlich, seit über 75 Jahren. Das Ballonglühen an den PPP-Tagen ist längst Tradition, die Großen Flugtage bieten ein Programm, das es so kaum noch irgendwo gibt, und jeden Freitag lernen Weseler Schülerinnen und Schüler bei uns das Fliegen. Der Rückhalt aus der Stadt ist enorm — und wir arbeiten dafür, dass das so bleibt.